Schule des Gemeinsamen Lernens

Seit dem Schuljahr 2017/ 2018 ist die GGS Palenberg eine Schule des Gemeinsamen Lernens (GL-Schule). Hier wird Inklusion gelebt. Das bedeutet, dass sowohl Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, Regelschüler, als auch Kinder mit besonderen Begabungen gemeinsam unterrichtet und gleichberechtigt in das Schulleben eingebunden werden. Jedes Kind ist einzigartig und bringt seine Individualität, seine Stärken und Schwächen, seine Interessen und Erfahrungen mit in die Schule und in den Unterricht. Diese Einzigartigkeiten akzeptieren und wertschätzen wir.

Nach der UN-Behindertenrechtskonvention, die am 26. März 2009 in Deutschland in Kraft trat, sollte die Partizipation aller Schüler, egal welcher körperlichen und psychischen Konstitution oder kognitiven Leistungsfähigkeit, im Regelschulsystem gleichberechtigt möglich werden.

Zum Schuljahr 2014/2015 wurde durch das 9. Schuländerungsgesetz durch das Land die rechtliche Grundlage gelegt und seit dem Schuljahr 2015/2016 das Gemeinsame Lernen an allgemeinbildenden Schulen eingeführt. An der GGS Palenberg können Kinder mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache und Emotionale und Soziale Entwicklung sowie Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung gefördert werden.

Diese Förderungen werden durch ein Team getragen, welches aus Grundschullehrern, Sonderpädagogen, einem Schulsozialarbeiter, einer Fachkraft für multiprofessionelle Teams (MPT), einer sozialpädagogischen Fachkraft in der Schuleingangsphase (SoFa), Erziehern und Betreuungspersonal besteht.

Grundlegend ist die pädagogische Geschlossenheit, um einerseits Handlungssicherheit und Verständnis im Kollegium zu schaffen und andererseits unseren Schülern Struktur, klare Regeln und Vorhersehbarkeit zu geben. Durch inklusive Lerngruppen lernen die Schüler gemeinsam, mit- und voneinander. Die Lernmotivation bei den Schülern will erhalten und Vertrauen in eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten aufgebaut werden. Dazu müssen Lernfortschritte wahrgenommen und jeder Schüler gleichberechtigt behandelt werden. Wichtig dabei ist es, gute Leistungen zu erfassen und zu würdigen, unauffällige Schüler genauso wahrzunehmen wie die anderen und ihnen eine angemessene Rückmeldung zu geben sowie den Schülern durch ein konstruktives Feedback eine Hilfestellung zur Aufarbeitung von Defiziten zu geben.

Die Leistungsstände der Schüler werden durch Unterrichtsbeobachtungen und Diagnoseverfahren ermittelt. Leistungsanforderungen werden anhand dessen sowie nach den verbindlichen Lehrplänen individuell festgelegt. Um eine ganzheitliche Förderung aller Schüler zu ermöglichen, ist die Kooperation mit den Eltern/ Sorgeberechtigten unerlässlich.

Möglichkeiten der Differenzierung und individuellen Förderung

Da jedes Kind unterschiedlich lernt und andere Anreize benötigt, wird differenziert unterrichtet. Das bedeutet, dass nicht jeder Schüler zur selben Zeit dasselbe lernt. Die Pädagogen gehen individuell auf die Kinder ein, um jedem ein Lernen in seinem Tempo zu ermöglichen. Dazu sind in der Schule verschiedene Materialien vorhanden. Im Wesentlichen gibt es folgende Arten der Differenzierung und individuellen Förderung:

  • Doppelbesetzung im Unterricht
  • Einzelförderung
  • Förderung in Kleingruppen
  • Unterschiedliche Lehrwerke, bzw. Lehrwerke mit verschiedenen Anforderungsstufen
  • Anregendes Material zur Visualisierung oder taktilen Wahrnehmung
  • Verstärkung des positiven Verhaltens durch Verhaltensampeln in den Klassen
  • Arbeit mit Wochenplänen
  • Erstellung individueller Förderpläne
  • Beratungsangebote für Kinder und Erziehungsberechtigte und viele weitere Möglichkeiten.
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